Mikronährstoffe während der Krebstherapie und in der Nachsorge

Täglich entstehen im Körper jedes gesunden Menschen eine geringe Anzahl entarteter Zellen. Ein entsprechend funktionierendes Immunsystem ist dazu in der Lage, diese Zellen sofort zu erkennen und zu vernichten, lange bevor sie sich ungehindert vermehren können.

 

Zur einwandfreien Funktion benötigt das Immunsystem diverse Mikronährstoffe. So werden gerade im Kampf gegen eine Krebserkrankung die Speicher einzelner Stoffe sehr schnell aufgebraucht.

 

Niedrige Vitamin-C-Plasmaspiegel sind bei Krebspatienten mit einer erhöhten Entzündungsaktivität, schlechtem Ernährungszustand und einer kürzeren Überlebenszeit assoziiert[1]. Bei 74% der Krebspatienten ist ein Vitamin-D-Mangel nachweisbar[2]. Einen Mangel an L-Carnitin weisen bis zu 80% der fortgeschrittenen Krebserkrankungen auf[3].

 

Aktuelle Studien geben zunehmend Hinweise darauf, dass die auf die Therapie abgestimmte Gabe von Antioxidantien und Mikronährstoffen wie Selen, L-Carnitin und Vitamin D das Ansprechen auf die Behandlung verbessern kann und die Nebenwirkungsrate vermindert.

 

Mögliche Wechselwirkungen der Mikronährstoffe mit der angewandten Chemo- und Strahlentherapie machen die kompetente und interdisziplinäre orthomolekulare Beratung unumgänglich.

Gerne stehen wir Ihnen mit unserem Netzwerk zur Seite.

 

Einsatzgebiete von Mikronährstoffe in der Onkologie:

  • Prävention
  • Gezielte und individuelle Therapiebegleitung
  • Minderung zytostatikabedingter Nebenwirkungen
  • Nachsorge (Sekundärprävention)

 

Neben dem gezielten Einsatz von Mikronährstoffen gewinnt die Entsäuerung des Zwischengewebes zunehmend an Bedeutung, denn die Krebs-Stammzellen bilden mittels einer Übersäuerung ihrer Umgebung einen Schutzwall gegenüber angewendeter Zytostatika, sodass erst die Entsäuerung die Krebszellen sensibel für eine Zytostase-Therapie machen.