Qualitätskriterien für Hormoncremes

  • Die Cremes sollten über einen Dosierspender verfügen, der justierbar ist und genaue Dosierein- stellungen nach Anweisung des Therapeuten berücksichtigt. So wird sichergestellt, dass die therapeutisch festgelegte Dosis präzise und exakt reproduzierbar entnommen werden kann – eine wichtige Voraussetzung bei der transdermalen Hormontherapie.

 

  • Die in den Cremes verarbeiteten Hormone sollten ausschließlich bio-identischer Qualität sein.

 

  • Die Cremes müssen absolut stabil sein, egal ob bei Hitze oder Kälte. Bei vielen Cremes ist dies nicht der Fall und die Wirkstoffe setzen sich schnell von der Ölphase ab – damit können Risiken für eine Überdosierung oder Wirkungslosigkeit entstehen.

 

  • Die Cremes sollten unter gar keinen Umständen Paraffine oder Parabene enthalten. Diese Erdölderivate sind zwar billig und nahezu unbegrenzt haltbar, aber die Hautporen „verkleistern“ und es kann zu einer hochgradig verminderten Aufnahme der Wirkstoffe kommen.

 

  • Die Cremes dürfen wegen der Verträglichkeit möglichst keine künstlichen Konservierungsstoffe, Emulgatoren oder andere Allergene wie synthetische Duftstoffe enthalten. Am geeignetsten ist wegen der oft langfristigen Anwendung eine Basiscreme in Naturkosmetikqualität.

 

  • Die in den Cremes verwendete Hormonbasis muss in mikronisierter Form vorliegen, da nur diese kleinste Molekülform die Haut nahezu vollständig durchdringen kann. Dies und die Verwendung einer speziellen, hochwertigen Cremebasis garantiert die optimale Resorption als Grundvoraussetzung für die Therapie mit kleinstmöglichen Dosen.

 

  • Die Cremes sollten nie in Plastikbehältnisse abgefüllt sein, da die Gefahr der Belastung mit Xenohormonen wie z.B. Phthalaten (Weichmacher) besteht, die sich aus dem Plastik lösen und in die Creme aufgenommen werden.

 

  • Die Cremes müssen mit einer genauen Deklaration gekennzeichnet sei, das schafft Transparenz und Sicherheit.

 

  • Die Cremes sollten nur zusammen mit einem aufklärenden Patientenbegleitschreiben verschickt werden, das nochmals die sichere Anwendung und die hygienischen Aspekte zusammenfasst.

 

 

Jeder einzelne dieser Faktoren kann die Qualität der gesamten Therapie beeinflussen und gefährden.


Dosierbarkeit und Anwendung

 

Kaum eine andere körpereigene Substanz ist so stoffwechselaktiv und damit wirksam wie ein Hormon – dabei sind Hormonmoleküle unglaublich klein. Die Maßeinheit für die im Speichel getesteten Hormone sind Pikogramm. 

 

1 pg entspricht 1/ 1000000000000 Teil eines Gramms, also ein Billionstel- Gramm. Wenn man sich nun vorstellt, dass – je nach Hormon – bereits ein Unterschied von 5 Pikogramm die Symptomlage eines Patienten spürbar verändern kann, dann ist auch klar, dass die Dosierung bei der Arbeit mit Hormonen eines der wichtigsten Kriterien überhaupt ist.

 

Ziel muss es deshalb immer sein, mit der kleinsten Dosis den maximalen Nutzen zu erzielen.

 

Was sind die Voraussetzungen um dieses Ziel zu erreichen?

 

  • Ein individuell justierbarer Dosierspender, der den Dosierungsanforderungen des Rezepts und verringerbaren Hubmengen gerecht wird.

 

  • Ein Dosierspender, der eine exakt reproduzierbare Dosierung garantiert und damit Anwendungssicherheit schafft.

 

  • Eine therapeutische Begleitung, die aufgrund von Laborwerten und entsprechender Symptomlage die für die aktuelle Situation optimale Dosierung festlegt und überwacht.

 

  • Eine für diesen Anwendungszweck auch von den Inhaltsstoffen optimierte Produktqualität, die eine hohe Aufnahmerate bei transdermaler Gabe – Hormoncremes – gewährleistet.

 

Fazit:

Hormontherapie ist für ALLE Beteiligten – von Patient über Arzt bis hin zur Apotheke – Präzisionsarbeit und sollte mit dafür optimierten Hormoncremespendern und in einer Produkt-Qualität erfolgen, die dem Therapieziel wirklich entspricht.